Traditionelle Rollenbilder sind in unserer Kultur (glücklicherweise) längst ins Wanken geraten.  Bei Jungen kann dies zu Verunsicherung und Orientierungslosigkeit führen. Viele Jungen leben das alte Männlichkeitsklischee mit seinem raumgreifenden Verhalten und Grenzverletzungen und machen sich dadurch schon früh bemerkbar. Eine Neuorientierung ist notwendig!

Diese Jungen brauchen eine erweiterte Verhaltenspalette, die Begrifflichkeiten wie Vertrauen, Einfühlungsvermögen oder Kooperationsbereitschaft einbezieht.
Männliche Vorbilder werden nicht nur in der Familie gebraucht, sondern auch in Kindergärten und Grundschulen.
Hier besteht ein Handlungsbedarf von Männern für die Arbeit mit Jungen.

Rechtsgrundlage

Das Kinder- und Jugendhilfegesetz fordert in § 9,3 den unterschiedlichen Lebensgrundlagen von Jungen und Mädchen Rechnung zu tragen, und durch geschlechtsspezifische Jugendarbeit Benachteiligungen abzubauen und die Gleichberechtigung von Jungen und Mädchen zu fördern.

Ziele

  • Jungenarbeit unterstützt bei der Entwicklung von Autonomie, also der Selbstbestimmung und Selbstständigkeit in Bereichen wie Ernährung/Versorgung, Sexualität, Entscheidungsfindung/Problemlösung
  • Jungenarbeit bietet Räume, in denen Jungen Erfahrungen sammeln können ohne sich selbst beweisen zu müssen. Sie trägt damit zur Persönlichkeitsbildung bei.
  • Jungenarbeit muss Spaß machen, sich also an den Bedürfnissen von Jungen orientieren
  • Jungenarbeit ist nicht defizitorientiert, sondern baut auf Verständnis und Wertschätzung auf. Positive Erlebnisse werden vermittelt und ermöglicht.
  • In der Jugenarbeit unterstützen männliche Bezugspersonen bei der Bewältigung der Probleme des Mann Werdens. Sie vermitteln in ihrem Vorbildverhalten ein alternatives Verhaltensrepertoire z.B. in Bezug auf Konfliktbewältigung.
  • Jungenarbeit unterstützt die Gleichberechtigung im Zusammenleben von Jungen und Mädchen
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